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By Fritz Schönbeck

Einleitung Phytopathologie ist die Lehre von den Pflanzenkrankheiten, die ihre Ursachen in der Einwirkung abiotischer Faktoren oder dem Befall mit Viren, Mikroorganismen oder parasitischen Blütenpflanzen haben. Zusammen mit den tierischen Schaderregern und den von ihnen hervorgerufenen Beschädigungen der Pflanzen sowie dem Pflanzenschutz bildet die Phytopathologie das Stoffgebiet der Phytomedizin. Wenngleich das Studium parasitärer Beziehungen von allgemeinem biologischen Interesse ist, so gilt doch Phyto­ pathologie als eine angewandte Disziplin, die in dem Bemühen wurzelt, Kenntnisse über ökonomisch wichtige Krankheiten, ihre Ursachen, die Bedingungen ihres Auftretens, ihren Verlauf, ihre Ausbreitung zu erarbeiten. Diese Kenntnisse bilden die Grundlage des praktischen Pflanzenschutzes, und je umfassender dieses Wissen ist, um so erfolg­ reicher und gezielter kann gegen die Krankheiten und ihre Erreger vorgegangen werden. Krankheitsbegriff Es ist schwierig, wenn nicht unmöglich, ,,Pflanzenkrankheit" .exakt zu definieren, denn zwischen krank und gesund gibt es keine scharfe Trennungslinie. Eine Pflanze kann dann als gesund oder common gelten, wenn sie die physiologischen Funktionen, zu denen sie aufgrund ihrer genetischen Potenz befähigt ist, optimum ausführt. Das setzt aber auch optimale und für jede Pflanzenart spezifische Umweltbedingungen voraus, die in so günstiger Konstellation in der Natur kaum auftreten. Ungünstige Umweltfaktoren, zu denen auch Krankheitserreger zählen, denn sie sind ein immanenter Bestandteil der Umwelt, verändern, oftmals kaum merklich, Struktur und physiologische Funktionen der Pflanze. Nehmen solche Veränderungen an Umfang zu, dann kommt es zu histo­ logischen Abweichungen, deren äußere Kennzeichen als Symptome bezeichnet werden.

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3) . '; : ® " ..... ,~. ~ 1 . : '. ; . ' . .. • o';~~ . 10 Möglicher Kreislauf der MLO in Astern (nach Si n h a und Pa I i wal, Virology 39, 759, 1969): Elementarkörper (1) vergrößern sich zu pleomorphen Intermediärformen (2), die sich zu reifen Zellen (3) mit einem nuklearen Zentrum weiterentwickeln. Von intermediären wie reifen Zellen können Vesikel abgetrennt werden, die zu Mutterzellen (4) heranwachsen und durch Knospung neue Elementarkörper bilden. Neue Elementarkörper können auch an den Enden auswachsender Filamente (5) durch Verdichtung des Cytoplasmas entstehen 40 1 Krankheitsursachen Die in Pflanzengeweben gefundenen Strukturen ähneln sehr den Mycoplasmatales, allerdings ist ihre in vitro-Kultur noch nicht gelungen.

B. S. tuliparum) Phymatotrichum Wurzelfäule an Baumwolle (P. 13) Welkeerreger (V. albo-atrum, V. 2 Biotische Krankheitsursachen 53 Tab. ) Klassifizierung Merkmale, Hinweise auf Krankheiten Grauschimmel an vielen Pflanzenarten (B. cinerea, B. tulipae) Blattflecken an Reis (P. oryzae) Piricularia Halmbruch an Getreide (C. herpotrichoides) Cercosporella Myzel und Konidien meist dunkel (Abb. 13) Farn. : Dematiaceae Blattflecken auf zahlreichen Pflanzen (C. fu/vum), Gattg. : Cladosporium Schwärzepilz (C.

16 Acervulus Abb. 15 Pyknidie Abb. 2 Biotische Krankheitsursachen 45 Sex u e 11 e F 0 r t p f 1 a n z u n g: Eine entwicklungsgeschichtliche Besonderheit der Pilze liegt in der Aufspaltung des Sexualvorgangs in eine Plasma- und eine Kernverschmelzung mit nachfolgender Meiose. Dazwischen liegt die Paarkernphase (dikaryotisches Stadium), während der sich die Kerne gleichzeitig teilen (konjugierte Teilung). Diese Phasen folgen bei manchen Pilzen unmittelbar nacheinander, bei den höchsten Formen klaffen Plasmogamie und Karyogamie so weit auseinander, daß erstere am Anfang, letztere beim Abschluß des individuellen Lebens vollzogen wird.

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