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By Andreas Ziemann

Die (spät-)moderne Gesellschaft hat sich in eine rigide Abhängigkeit von Medientechnologien und (audiovisuellen) Massenmedien gebracht. Dies hat einerseits zu einer operativen Anpassung und Strukturänderung in zahlreichen Vergesellschaftungsbereichen geführt, andererseits neuartige Denkweisen, Vorstellungswelten, Handlungsformen und Gebrauchskulturen auf Seiten der Subjekte ausgeprägt. Das Buch problematisiert jenes wechselseitige Produktions- und Abhängigkeitsverhältnis von Medien, Gesellschaft und Subjekt und konfrontiert die soziologische Gesellschaftstheorie mit kulturgeschichtlichen und medienwissenschaftlichen Beobachtungen.

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Politische Soziologie: Ein Studienbuch

Mehr als 25 Jahre nach Erscheinen des letzten Überblicksbandes zur Politischen Soziologie fasst das als Sammelband angelegte Studienbuch den aktuellen Forschungsstand der Politischen Soziologie im Schnittbereich von Politikwissenschaft und Soziologie zusammen. Ausgewiesene Forscherinnen und Forscher geben einen Einblick in die theoretisch-konzeptionellen Grundlagen und Fortentwicklungen der zentralen Subdisziplinen der Politischen Soziologie, zum Beispiel der Werte- und Einstellungsforschung, der Wahl- und Parteiensoziologie, der Parlamentarismus- sowie politischen Partizipations- und Kommunikationsforschung.

A short history of celebrity

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Cultural Science: A Natural History of Stories, Demes, Knowledge and Innovation

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Drei psychologisch besonders eigentümliche Fragestellungen will ich gesondert aufgreifen: (1) die Form- und Eigenschaftsfrage, (2) die Anstrengungsfrage, (3) die Ursprungsfrage. 5 Siehe zum Kanon psychologischer Aufmerksamkeitsfragen auch: Crary (2002: 29). Psychologischer Diskurs 45 (1) Die systematische Introspektion und Wesensanalyse (angefertigt anhand verschiedener Erlebnisberichte von Patienten und Probanden) haben in aller Kürze zu folgenden, nicht immer kompatiblen Eigenschaften der Aufmerksamkeit geführt und sie dabei maßgeblich als Tätigkeitsakt bzw.

46 Subjekte variieren und transformieren aber auch vorgegebene und bis dato inkorporierte Verhaltensstile, Werte und Normen durch neue Praxen, die schließlich neue Gesellschaftsstrukturen und Kulturschemata konstituieren. Anlass und Motor solcher Veränderung können Kreativität als Handlungsmodus, neue Interessen(gruppen) bzw. Häretiker mit spezifischen Chancen der Durchsetzung oder beispielsweise auch regelmäßig unbewusste, nicht-intendierte Abweichungen im Kollektiv sein. Dahinter steckt folgender kreiskausaler Mechanismus: Gesellschaftsstrukturen und Kulturwerte schreiben sich in (Subjekt-)Praxen ein, Subjekte schreiben oder pro-grammieren neue Praxen, und diese schreiben sich wieder zurück in gesellschaftliche Strukturen und Klassifikationsschemata.

Sie ist eine Form (das Streben zum Monoideïsmus), die einem Stoffe (dem gewöhnlichen Laufe der Bewusstseinszustände) aufgeprägt wird; ihr Ausgangspunkt sind Zufallsumstände (absichtslose Aufmerksamkeit) oder in der Richtung eines vorausbestimmten Zwecks (willkürliche Aufmerksamkeit). In beiden Fällen ist es erforderlich, dass Affektzustände, Neigungen erweckt werden. Dort befi ndet sich auch die UrriĖtung. […] Die Richtungsarbeit besteht darin, die angepaßten Zustände auszuwählen, sie im Bewusstsein zu erhalten (durch Hemmung), so dass sie ihrerseits, vermöge einer Auswahlreihe, Stillstände oder Verstärkungen herbeiführen können und so fort.

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