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By Richard Schindler

Die ersten erfolgreichen Versuche zur Züchtung tierischer Zellen außerhalb des Organismus reichen zurück in den Beginn unseres Jahrhunderts. 1907 gelang HARRI­ SON durch Explantation von Gewebsstücken aus Froschembryonen der Nachweis, daß in der Embryonalentwicklung die Neuriten als Fortsätze der Nervenzelle ohne Be­ teiligung anderer Zellen gebildet werden, und daß damit eine spezifische celluläre Funktion auch außerhalb des Gesamtorganismus zu beobachten ist [310,311]. Außer­ dem konnte CARREL 1912 zeigen, daß es bei Verwendung einer geeigneten Nährlö­ sung und deren regelmäßiger Erneuerung möglich ist, Kulturen tierischer Gewebe beliebig lange im Zustand aktiver Proliferation und Zellvermehrung zu erhalten [76]. Die Methodik CARRELS warfare derjenigen von HARRISON recht ähnlich: in bei den Fällen wurden die Kulturen durch Einbettung eines kleinen Gewebsstückes in ein Gel - im einen Fall bestehend aus einer Mischung von Blutplasma und Embryo­ extrakt, im anderen aus Froschlymphe - hergestellt. In der Zielsetzung jedoch unter­ scheiden sich die beschriebenen Versuche voneinander in grundsätzlicher Weise. HARRISON ging es um die Untersuchung einer spezifischen Funktion unter Bedingun­ gen in vitro, während CARRELS Bemühungen auf die unbeschränkte Fortsetzung der Zellvermehrung außerhalb des Gesamtorganismus ausgerichtet waren. Es zeigte sich schon bald, daß im allgemeinen Zellfunktion und Zell vermehrung in vitro gewissermaßen antagonistische Prozesse darstellen. Nach Explantation eines Gewebsstückes in einem Plasma-Gel läßt sich nämlich nach kurzer Zeit eine zuneh­ mende Desorganisation, vor allem an den Rändern des Gewebsstückes, durch Zell­ auswanderung und Zellteilung beobachten [520]. Mit dem Verlust der spezifischen Struktur geht dann meist auch ein Verlust der typischen Zellfunktionen einher.

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At the age of thirty-six, at the verge of finishing a decade’s worthy of educating as a neurosurgeon, Paul Kalanithi was once clinically determined with degree IV lung melanoma. in the future he used to be a physician treating the demise, and the following he was once a sufferer suffering to stay. And similar to that, the longer term he and his spouse had imagined evaporated.

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Paul Kalanithi died in March 2015, whereas engaged on this booklet, but his phrases live to tell the tale as a advisor and a present to us all. “I started to discover that coming head to head with my very own mortality, in a feeling, had replaced not anything and everything,” he wrote. “Seven phrases from Samuel Beckett started to repeat in my head: ‘I can’t move on. I’ll pass on. ’” whilst Breath turns into Air is an unforgettable, life-affirming mirrored image at the problem of dealing with dying and at the dating among health practitioner and sufferer, from an excellent author who grew to become either.

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Example text

Da Thymin in der RNS nicht vorkommt, wird Thymidin ausschließlich in die DNS eingebaut, so daß die Markierung nach Entfernung niedermolekularer Stoffwechselprodukte als spezifisch für DNS gelten kann. Werden Kulturen kurzfristig mit Thymidin- 3H inkubiert und darauf die Inkubation in frischem, von markiertem Thymidin freiem Medium fortgeführt, sind vorerst keine markierten Mitosen feststellbar. Nach einer Latenzzeit steigt dann der Prozentsatz markierter Mitosen an, um nach einiger Zeit wiederum abzufallen und später erneut anzusteigen (Abb.

Gleicherweise Spezifische Zellfunktionen in Kulturen neoplastischer Mastzellen 29 ist es in den letzten Jahren durch Anpassung der Nährlösung an die speziellen Bedürfnisse des betreffenden Zellstammes möglich geworden, eine Reihe von transplantierbaren Tumoren praktisch ohne Latenzzeit in vitro zu züchten [223,451,630]. Die Bedeutung der Selektion für das Fehlen spezifischer Funktionen in Zellkulturen ist somit mit Sicherheit erwiesen; jedoch läßt sich damit die zusätzliche Möglichkeit einer Entdifferenzierung der Zellen unter den Bedingungen in vitro nicht ausschließen.

Außerdem weist er darauf hin, daß die für die G 2 -Phase charakteristischen Prozesse erst nach Abschluß der DNS-Synthese, offenbar auf Grund eines heute noch nicht bekannten Auslöse-Mechanismus, einsetzen können. Käme nämlich die G 2Phase dadurch zustande, daß neben der DNS-Synthese und unabhängig von ihr ein anderer, länger dauernder Prozeß vor der Mitose abgeschlossen werden muß, wäre 38 Der Zellteilungscyclus im Gegensatz zu den experimentellen Ergebnissen zu erwarten, daß dieser andere Prozeß während der Hemmung der DNS-Synthese zu Ende geführt und somit die Mitose-Aktivität nach Zusatz von Thymidin ohne Latenzzeit einsetzen würde.

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