Download Das Gold von Karthago (Roman) by Gisbert Haefs PDF

By Gisbert Haefs

230 v. Chr. herrscht offiziell Friede zwischen den beiden Großmächten Rom und Karthago, aber der alte Konflikt schwelt noch immer. Da wird ein römischen Händler ermordet aufgefunden. was once der römische Offizier Titus Laetilius und der Karthager Bomilkar herausfinden, erweist sich als äußerst brisant.
Mit diesem spannenden Historienkrimi kehrt Gisbert Haefs an den Schauplatz seines erfolgreichen Romans Hannibal zurück.

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Das Siegel, das die Enden der Schnüre hielt; die beinahe kindisch wirkende Schleife; dann ließ sich das schwere Wachstuch zurückschlagen. Bomilkar schloß die Augen. Wenn er nicht hinschaute, roch er Salz. Dicke, träge Salzlake. Als er die Augen wieder öffnete, bildete er sich ein, auch den Kadaver zu riechen. ‹ Er streifte den Römer mit einem Seitenblick. Titus Laetilius zeigte keine Regung. Der grünliche Schatten um die Nase war vermutlich ein Spiel des unsteten Fackellichts. �Da liegt er«, sagte Artemidoros.

Der Mann mit dem starken Rücken und der Narbe an der Wade, der eben noch Buchrollen beäugt hatte. Wer kauft Rollen? Männer mit mächtigen Muskeln? Männer mit Schwertnarben am Bein? Dann war die Bedrohung nicht mehr zu spüren, schwand so jäh, wie sie begonnen hatte. Bomilkar folgte dem Mann, der keine Buchrollen gekauft hatte, bis dieser im Gedränge des großen Platzes untertauchte. Keine Spur von Duush und Zililsan. Und, wie zu erwarten, im Ratsgebäude keine Spur von Arish dem Hehren. Der Saal, in dem die Reichen und Mächtigen über das Schicksal der Stadt zu beraten pflegten, war leer; wie der geflieste Gang, in dem verwitterte Götterbilder standen; wie die ausgetretene Treppe, die zu den Schreibstuben des ersten Stocks führte.

Sie gingen zum Ratsgebäude und bogen in die Straße, die zum Gästehaus und zum Byrsahügel führte, wo unterhalb der Tempel die Stadthäuser der Reichen lagen. �Morgen früh«, sagte Bomilkar, als sie das Gästehaus erreicht hatten, »hol ich dich hier ab. « Laetilius schien überrascht. »Wozu? « �Sohn eines makedonischen Vaters und einer ägyptischen Mutter, aus Alexandreia. Du weißt, daß dort der König zum Tode verurteilte Verbrecher den Ärzten übergibt? « Laetilius verzog den Mund. »Ich habe es gehört.

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